Scheibentauchkörper
(hier SystemAquamatic)

Bild einer Aquamatic - Scheibentauchkörper Kleinkläranlage

Schema einer Aquamatic Kleinkläranlage
Funktionsbeschreibung Scheibentauchkörper
Das gesamte häusliche Abwasser wird in den Vorklärbehälter (1) eingeleitet.
Hier erfolgt die Abscheidung von Sink- und Schwimmstoffen in zwei Kammern.
Es erfolgt eine Vorreinigung des Abwassers durch anaerobe (also ohne Sauerstoff lebende) Mikroorganismen.
Das so vorbehandelte Abwasser wird in den Bio-Kugelbehälter (2) mit integrierter Nachklärung geleitet.
Hier erfolgt der biologische Abbau der Schadstoffe durch den rotierenden Tauchkörper, der permanent Sauerstoff einträgt. Die am Behälterboden einströmende Luft erzeugt gleichzeitig die Rotation des Tauchkörpers.
Der Tauchkörper besteht aus einer Vielzahl profilierter, großflächiger Kunststoffscheiben, die als Bewuchsflächen für den biologisch aktiven Rasen dienen (sessile Mikroorganismen).
Die spezielle Profilierung des Tauchkörpers versorgt während der Drehbewegung den Biorasen und gleichzeitig den Belebtschlamm im Abwasser mit Sauerstoff.
Zum Antrieb des Tauchkörpers mittels Lufteintrag dient ein wartungs- und geräuscharmer Membranverdichter, der im Schaltschrank (3) der Kleinkläranlage installiert ist.

Durch die Kombination von Tauchkörper- und Belebungsverfahren wird das anfallende Abwasser biologisch gereinigt. Danach gelangt das gereinigte Abwasser in den integrierten Nachklärbereich (4), hier erfolgt eine Beruhigung und somit ein Absetzen des Belebtschlammes, der durch die spezielle Konstruktion der Nachklärung zurückgeführt wird.
Das gereinigte Abwasser fließt über einen Ablauf (Zurückhalten von Schwimmschlamm) in den Vorfluter bzw. in die nachgeschaltete Versickerungsanlage.
Anfallender Überschussschlamm wird mittels Luftheber direkt in die erste Kammer der Vorklärung zurückgefördert.
Der Luftheber wird von dem gleichen Membranverdichter (Lufteintrag und Antrieb des Tauchkörpers) über ein Ventil bedient.
Steuereinheit einer Aquamatic Kleinkläranlage
Die Steuereinheit ist in einem kleinen Schaltschrank untergebracht und steckerfertig vormontiert. Sie benötigen dazu einen normalen 230 V Wechselstromanschluss.
Wartungsaufwand und Funktionskontrolle
Der Betreiber führt Eigenkontrollen (nach Betriebsanleitung) durch.
Die Ergebnisse sind im Betriebstagebuch zu dokumentieren:
Betriebsstundenzähler ablesen,
Kontrolle des Lufteintrages und Schlammrückführung.
Die Wartung wird durch den Hersteller oder ein autorisiertes Fachunternehmen durchgeführt.
Neben der Funktionskontrolle erfolgt eine Analyse der Ablaufwerte, wobei der Wartungsumfang nach rechtlicher Anforderung der jeweiligen Einleitergenehmigung und den technischen Anforderungen festzulegen ist. Eine fachgerechte Wartung erhöht die Reinigungsleistung.

Blick auf den Rotationskörper
Herstellerlink: www.aquamatic-klaeranlagen.de