Membrankläranlage
Nach der mechanischen Vorreinigung gelangt das Abwasser in die biologische Reinigungsstufe der Membrankläranlage.
Der Abbau der organischen Verbindungen erfolgt nach dem Belebungsverfahren durch frei umherschwimmende Mikroorganismen (die sich zu Belebtschlammflocken zusammenfinden).
Der für den Abbauprozess benötigte Sauerstoff wird technisch durch Gebläse bzw. Verdichter erzeugt und durch spezielle Belüftungseinrichtungen am Behälterboden der Kleinkläranlage eingeblasen.
Das Eintragen von Luft-Sauerstoff bewirkt zudem eine ausreichende Durchmischung des Abwassers und den darin enthalten Mikroorganismen.
Anders als bei den meisten Kleinkläranlagen ist bei einer Membrankläranlage kein Nachklärbecken erforderlich. Denn in der biologischen Reinigungsstufe ist ein Membran-Modul installiert, das durch Unterdruck Abwasser ansaugt.
Die Membranen im Membran-Modul sind extrem feinporig , 0,4um (mehr als 1000-fach kleiner im Durchmesser als ein menschliches Haar).
Das Membran-Modul wird durch die von der Belüftungseinrichtung erzeugten Strömungen permanent gereinigt. Da der Belebtschlamm im Behälter verbleibt, muss dieser als sog. Überschussschlamm in die Vorklärung zurückgfördert werden.
Das gereinigte Abwasser fließt dann in ein Gewässer bzw. wird versickert.
Die Vorteile dieses Systems liegen ganz klar in der hervorragenden Reinigungsleistung, das gereinigte Abwasser ist sogar fast keimfrei.
Aufgrund der hohen Reinigungsleistung kann über eine Weiterverwendung des Abwassers als Brauchwasser z. B.: für die Gartenbewässerung in Betracht gezogen werden.
Membrankläranlage BusseMF
Aus Abwasser wird Brauchwasser - Zukünftige Umweltanforderungen schon heute erfüllen.
Kleinkläranlage bietet Zukunftssicherheit auch bei Erhöhung gesetzlicher Grenzwerte
Die erste Kleinkläranlage, die Abwasser bis auf Badegewässerqualität reinigt, hat das Leipziger Ingenieurunternehmen Busse Innovative Systeme GmbH gemeinsam mit dem Umweltbundesamt und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt entwickelt.
In der Kleinkläranlage BusseMF (DIBt-Bauartzulassung Z-55.3-60) wurde erstmals der Einsatz von Mikrofiltrationsmembranen in der dezentralen Klärtechnik realisiert und damit das derzeit beste Reinigungsverfahren in der dezentralen Abwasseraufbereitung umgesetzt.
Das Besondere daran:
durch das Membranbelebungsverfahren werden selbst Bakterien und Keime zurückgehalten.

Herzstück dieser Abwasserreinigungsanlage sind die Membranfilter mit winzigen Poren im Nanoformat: 0,4 Mikrometer Durchmesser, nicht einmal halb so groß wie ein Tausendstel Millimeter. Wasser passt durch die Membranen, aber Milliarden von Bakterien und Einzellern werden durch die feinen Filter im Membranbioreaktor zurückgehalten und betätigen sich dort als Schmutzvertilger.
Damit ist das gereinigte Abwasser hygienisch einwandfrei und kann als Brauchwasser wieder verwendet werden, z. B. zur Gartenbewässerung oder als Toilettenspülwasser. Der Trinkwasserverbrauch im Haushalt wird circa um ein Drittel reduziert. Das überschüssige gereinigte Abwasser darf oberflächlich, in ein Gewässer oder punktuell in einem Sickerschacht abgeleitet werden.
Die gleich bleibend hohe Reinigungsleistung der BusseMF -Kleinkläranlage garantiert Ablaufwerte, die deutlich unter den vom Gesetzgeber geforderten Grenzen liegen, bzw. sogar die Grenzwerte der EU für Badegewässer unterschreiten und damit auch eine Ableitung des gereinigten Abwassers in Wasserschutzzonen ermöglichen. Selbst bei einer Verschärfung der gesetzlichen Anforderungen an Reinigungswerte bleibt die BusseMF ein Produkt mit Zukunftssicherheit.
Ein weiterer Vorteil dieser neuen kompakten Technik ist die Platz sparende Aufstellung. Die aus doppelwandigen Sicherheitstanks bestehende Anlage kann im Keller oder Heizungsraum aufgestellt werden, ist innerhalb weniger Stunden installiert und sofort betriebsbereit.
Sie erfordert einen geringen Wartungsaufwand, denn eine regelmäßige Klärschlammentsorgung ist verfahrensbedingt nicht notwendig.
Neben einer Komplettaufstellung im Keller kann auch eine Nachrüstung vorhandener Systeme, z. B. Gruben, erfolgen. Aufgrund ihrer Systembauweise lässt sich die Anlage auch für größere Objekte wie Hotels, Campingplätze oder Bürogebäude bis zu 100 Einwohnergleichwerten erweitern.
Die Kleinkläranlage BusseMF hat sich bereits seit 1997 deutschlandweit in über 350 Haushalten bewährt und wird inzwischen auch weltweit in elf Ländern erfolgreich zur Abwasserreinigung und Wasserrückgewinnung eingesetzt.
Weitere Informationen unter www.busse-is.de.
Funktionsprinzip:

BUSSE Innovative Systeme GmbH
Zaucheweg 6
D-04316 Leipzig
Tel.: 03 41/6 59 84 25
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